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Presse

Interview des Südkurier Gewerbeverein Bad Dürrheim.

Neckarquelle - Gewerbeverein wächst stetig

Interview des Südkurier Gewerbeverein Bad Dürrheim.

Interview mit dem Südkurier
Wissenswertes zum Gewerbeverein

Gewerbeverein Bad Dürrheim gewinnt neue Mitglieder

von Martin Gruhler

Mit mittlerweile 97 Mitgliedern zeigt sich der im vergangenen Jahr neu aufgestellte Gewerbeverein Bad Dürrheim gut positioniert. Insgesamt 22 neue Mitgliedsfirmen konnten neu gewonnen werden um durch vernetzte Zusammenarbeit den Standort Bad Dürrheim zu stärken.

Der Gewerbeverein, dessen Wurzeln bereits auf das Jahr 1900 zurückreichen war im Vorjahr aus dem Handwerker- und Gewerbeverein sowie dem mit tragendem Forum Innenstadt hervorgegangen, um allen in der Wellnessstadt die Möglichkeit zu geben, mitzumachen und dabei zu profitieren. Unternehmen aus Handwerk, Handel, Industrie, Hotel- und Gaststättengewerbe sind hierbei in ihren Interessen vereinigt. Bei der ersten Jahreshauptversammlung nach der Gründung zog die Vorsitzende Tamara Pfaff ein positives Fazit. Erfreut wurde der starke Mitgliederzuwachs hervorgehoben, da der Gewerbeverein durch die Firmenbeitritte, noch mehr Gewicht gewinnt. Mit Flyern und eigenen Prospektständern wird der Gewerbeverein vermehrt auf sich aufmerksam machen. Bei Malerarbeiten für die Glitzersteine am Adlerplatz war der Verein in Federführung gewesen. Herausgestrichen wurde das Engagement für die Jugend unter anderem mit Beteiligung an der Sommerwerkstatt. Tamara Pfaff lud zum Gewerbestammtisch ein. Informell sollen jeden zweiten Donnerstag im Monat im „Rössle“ Ideen erörtert werden. Für 2012 beabsichtigt man, eine große Gewerbeschau auszurichten. Über die Aktivitäten des Forum Innenstadt in den letzten zwölf Monaten sprach Dr. Andrea Kanold. Im Mai 2011 soll ein zweites ausgerichtet werden. Die Einweihung des Adlerplatzes war mit einem Oldtimerfest und dem Engagement vieler Einzelhändler und Astronomen verbunden gewesen, indes das schlechte Wetter hatte nicht mitgespielt. Frau Kanold strich heraus, dass es Zielsetzung des Forums zusammen mit den Gewerbetreibenden der Innenstadt sei, Stärken zu kommunizieren und somit die Personenfrequenz der Innenstadt zu steigern, was in zwei großen Sitzungen diskutiert wurde. Herausgestellt wurde die gute Zusammenarbeit mit der Kur- und Bäder GmbH, eine noch engere Zusammenarbeit ist zukünftig durchaus denkbar. Für den bisherigen Kassierer Marc Dino Krause wird neu Sebastian Mauch die Amtsgeschäfte übernehmen. Krause geht in Weiterbildungsmaßnahmen, sein Nachfolger ist gleichfalls im Bankgewerbe tätig. Als neue Beisitzer wurden von der Versammlung Malaika di Pietro und Jörg Reichmann bestimmt. Der Mitgliedsbeitrag wurde um zehn Euro höher auf nunmehr 35 Euro bestimmt, ein hoher Mehrwert für das Angebot und die dafür zu leistende Arbeit wurde dafür anerkannt. Bürgermeister Walter Klumpp lobte das Engagement des Gewerbevereins. Er wünscht sich, dass der Marketingbeirat und Gewerbeverein zusammen ein enges Verhältnis aufbauen. Vernetzung, Synergien auch mit anderen Einrichtungen seien wichtig um Impulse zu geben und Ideen anzuschieben.

Artikel vom: 05.11.2010, Neckarquelle

 

Rückblick auf ein Jahr voller Aktivität

Zugänge und Abgänge beim Vorstandsteam des Gewerbevereins: (von links) Der scheidende Kassierer Marc-Dino Krause, die beiden neuen Beisitzer Jörg Reichmann und Malaika Di Pietro, Vereinsvorsitzende Tamara Pfaff und der neue Kassierer Sebastian Mauch.

Bad Dürrheim (uli). Viel bewegt hat er, der Gewerbeverein im ersten Jahr seines reformierten Bestehens. Das würdigte auch Bürgermeister Walter Klumpp: "Sie haben beträchtliche Aktivitäten entwickelt."

Die Vorsitzende Tamara Pfaff hatte bei der Hauptversammlung im Haus des Bürgers noch einmal das erste Jahr, in dem Bad Dürrheims Handel, Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen nun unter einem gemeinsamen Vereinsdach zusammen sind, Revue passieren lassen: Die Einrichtung der neuen Internetseite des Vereins, der lange verkaufsoffene Samstag im Juli, die Spenden für Kindergärten und Sommerwerkstatt und einiges mehr. Das kommende Jahr werde dann schon im Zeichen der Vorbereitung auf die Gewerbeschau 2012 stehen.

Für das Forum Innenstadt zog Andrea Kanold ebenfalls ein zufriedenes Resümee und wies auf den dritten Innenstadt-Adventskalender mit 24 verschiedenen Teilnehmern hin. Eine Neuerung ist hier, dass der Geschäftsbrief gratis in Zukunft nur noch Mitgliedern zukommen soll.

Neuerungen gab es auch im organisatorischen Bereich des Vereins: Eine Beitragserhöhung von 25 auf 35 Euro im Jahr billigte die Versammlung einstimmig; neue Beisitzer in der Sparte Handel werden Jörg Reichmann und Malaika Di Pietro. Die Mitglieder wählten auch noch einen neuen Kassierer, weil Volksbankleiter Marc-Dino Krause aus Zeitgründen das Amt abgeben musste. In Zukunft organisiert Sebastian Mauch, der für dasselbe Kreditinstitut tätig ist, die Vereinsfinanzen.

Das Preisausschreiben für Neumitglieder – immerhin 22 in einem Jahr; 97 sind es jetzt insgesamt – gewannen die Autoverglaser von "Junited": Ein Essensgutschein fürs "Rössle" winkt.

Artikel: Schwarzwälder-Bote

 

Foto: Krug Foto: Schwarzwälder-Bote

Bürger mit ihrer Stadtzufrieden

Den Bad Dürrheimern gefällt es in Bad Dürrheim. Das belegt das Gutachten, das der Student Jonathan Berggötz zur Zufriedenheit der Bürger mit ihrer Stadt angefertigt hat. 96,3 Prozent gestehen: „Ich will hier wohnen bleiben.“

Bad Dürrheim. In einer öffentlichen Veranstaltung, auf Einladung des Bürgermeisters und vor Mitgliedern des Gewerbevereins stellte Jonathan Berggötz seine Bachelorarbeit vor, die er im Rahmen seines Studiums an der Verwaltungshochschule Kehl erstellt hat. Das Thema der wissenschaftlichen Arbeit: „Für ein starkes Gewerbe – Standortprofil Bad Dürrheim.“

Jonathan Berggötz hat seine Arbeit im Rathaus erstellt, zu ihr gehört ein Ideen- und Maßnahmenkatalog der aufzeigt, wie der wirtschaftliche Standort Bad Dürrheim gestärkt werden kann. Berggötz hat mit Umfragen und Interviews den Bad Dürrheimern auf den Zahn gefühlt.

Für Bad Dürrheim stellt Berggötz eine sehr hohe Kaufkraft der Einwohner fest. Sie liegt bei 19 902 Euro und damit weit über dem südbadischen Durchschnitt (15 273 Euro). In der Stadt steigen nach einem Rücklauf die Übernachtungen an und liegen an der 600 000er-Grenze. Auch die Zahl der Ankünfte liegt mit weit über 60 000 praktisch auf Rekordniveau.

Standortfaktoren (hart/weich) beschreibt er zweischneidig: Die Firmen sind durch einen hohen Gewerbesteuersatz belastet, die Stadt hat eine schlechte Finanzlagen, indes sieht er das gute Image, den Freizeitwert und das Kulturangebot positiv.

Die Bürgern haben laut Gutachten eine positive Meinung zur Wirtschaft und Dienstleistungen in ihrer Stadt. In einer Skala, die von eins bis vier reicht, zeigen die Wellnessstädter mit der Note 1,79 eine Zufriedenheit mit Handwerk- und Dienstleistern auf. Der Einzelhandel bekam die Note 1,86, die Gastronomie 1,97. Lediglich die Zufriedenheit mit der Industrie rutschte mit 2,16 etwas ab. Im Gewerbegebiet kaufen 89,1 Prozent der Bürger ein, in der Innenstadt sind es indes nur 39,1. Wird eine Fußgängerzone in der Innenstadt gewünscht? „Nein“, sagen 60,8 Prozent. Befürworter und Menschen ohne eindeutige Meinung liegen mit 19,6 gleichauf. Die Umkehrung der Einbahnstraße in der Friedrichstraße wird von 54,9 Prozent der Befragten abgelehnt, dafür sind 21,6 Prozent, unentschieden 23,5.

In einer Umfrage hat Berggötz ausgemacht, dass 30,6 Prozent aller Bürger motiviert sind, sich ehrenamtlich zu engagieren. 42,9 Prozent wünschen mehr Informationen von der Stadtverwaltung und ein gleich großer Prozentsatz lehnt dies ab.

Gewünscht wird: dass die Stadt sich in Sachen Familie (45,1 Prozent), Jugend (41,2) sowie Tourismus- und Freizeitangebot (39,2) mehr engagiert. Die Außenwirkung der Stadt wird von 52,9 Prozent als ausreichend angesehen, während 23,5 Prozent das nicht so sehen.

46 Prozent der Befragten sehen die Ortseinfahrten als attraktiv an. 85,7 Prozent unterstützen ihre Bad Dürrheimer Produkte. Bei der Frage nach finanzieller Unterstützung der Stadt enthielten sich 43,1 Prozent der Befragten, deren 17,6 waren strikt dagegen. Jonathan Berggötz hat in seiner Bachelorarbeit (früher: Diplomarbeit) auch aufgezeigt, wie die Stadt handeln sollte. Ein Zwölf-Punkte-Plan soll für Stadt und Gewerbetreibende einen Leitfaden darstellen. Eine zeitnahe Umsetzung bis 2012 soll angestrebt werden.

So schlägt Berggötz den Ausbau einer vernetzten Denkfabrik vor, Gemeinderat und Gewerbeverein sollen dabei in engem Kontakt stehen. Der Gewerbeverein sollte, so das Zwölf-Punkte-Programm, das gesellschaftliche Leben fördern mit Beteiligung an Freizeitangeboten, der finanziellen Unterstützung und persönlichem Einsatz.

Gute Öffentlichkeitsarbeit soll mit einem Tag der offenen Tür der Gewerbetreibenden aufgebaut werden. Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit mit neuen Medien und Zeitungen unter Nutzung des „Magneten“ Solemar, dem Erstellen eines Einkaufführers mit besonderen Angeboten sind weitere Vorschläge.

Berggötz schlug vor, Audit-Zertifikate zu erlangen, Kooperationen sollen entwickelt werden mit auswärtigen Gewerbevereinen, mit Vereinen, Kirchen und Hochschulen. Große Veranstaltungen und Aktionen sollen die Menschen in die Stadt ziehen.

Ein Kundenmehrwertprogramm, unter anderem mit einer Bad-Dürrheim-Card (Rabatte) wird vorgeschlagen. Schüler sollen mit Projekten die Bedeutung des Gewerbes erkennen. Eine kundenorientierte Freundlichkeitsoffensive soll starten, dann die „Initiative Mobilität für ältere Menschen“, unter anderem mit dem Angebot von Mitfahrgelegenheiten.

Artikel vom: 05.11.2010, von Martin Gruhler, Neckarquelle

 

 

Zwölf-Punkte-Programm für Gewerbestandort präsentiert

 

Jonathan Berggötz trägt sein Zwölf-Punkte- Programm für den Gewerbestandort Bad Dürrheim vor. Foto: Krug Foto: Schwarzwälder-Bote

Bad Dürrheim. Viele studentische Abschlussarbeiten verschwinden auch heute noch schnell in den Gewölben der Uni-Bibliotheken. Dieses Schicksal wird der Bachelor-Arbeit von Jonathan Berggötz, seines Zeichens Student der Verwaltungswissenschaft in Kehl, erspart bleiben.

Das betonte Bürgermeister Walter Klumpp am Abend der Vorstellung von Berggötz’ Untersuchung zum Thema "Für ein starkes Gewerbe – Standortprofil für Bad Dürrheim" mehrfach ganz ausdrücklich: "Diese Arbeit wird viele Impulse und Ideen geben und kommt auf keinen Fall in die Schublade", sagte das Stadtoberhaupt im Haus des Bürgers.

Seine Vorschläge unterbreitete Jonathan Berggötz in Form eines Zwölf-Punkte-Programms: Grundlage aller Überlegungen zur Verbesserung des Gewerbestandorts war dabei der weitere Ausbau der kommunikativen Vernetzung, wissenschaftlich ausgedrückt: "Ausbau einer vernetzten Denkfabrik." Berggötz schlug dazu unter anderem vor, dass sich Gemeinderat und Gewerbeverein zweimal im Jahr ganz offiziell zusammensetzen sollten. Die Stadt könnte das Gewerbe durch eine Optimierung der Infomappe für Neubürger fördern oder durch Auslobung eines Preises für innovative oder verdiente Gewerbetreibende.

Die Mehrzahl der Vorschläge richtete sich jedoch an die Gewerbetreibenden selber: Berggötz empfahl eine weitere Verstärkung der sozialen Aktivitäten des Gewerbevereins, um die öffentliche Stellung und das Ansehen weiter zu verbessern. Dazu gehöre aber unbedingt auch eine Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit: Einen Tag der offenen Tür brachte der Referent ebenso ins Gespräch, wie die Erstellung eines gemeinsamen Einkaufsführers oder eine verstärkte Verzahnung mit dem Solemar und seinem Publikum.

Kooperationen mit Vereinen und Kirchen wie auch eine Intensivierung selber initiierter Aktionen stehen ebenfalls auf der Agenda der Bachelor-Arbeit: Berggötz regte beispielsweise Stadtmeisterschaften oder einen Triathlon am Sunthauser See an.

Auch an der Kundennähe könne noch gearbeitet werden: Eine Bad Dürrheim-Card mit Rabatten und Informationen schlug Berggötz ebenso vor wie eine Zertifizierungsoffensive, Verknüpfungen zu den Schulen oder ein kostenloses Mobilitätsangebot für ältere Mitbürger, die einmal in der Woche zur Bank und zum Einkaufen gefahren werden könnten.

Dass das alles keine bloße Zukunftsmusik ist, zeigte die Terminierung der Agenda. 2012 sollten die wichtigsten Punkte bereist umgesetzt sein, hofft Berggötz; Bürgermeister und Forum Innenstadt signalisierten am Abend bereits ihre prinzipielle Unterstützung. Das Zwölf-Punkte-Programm soll übrigens auf der Homepage des Gewerbevereins (www.gewerbeverein-bd.de) öffentlich zugänglich gemacht werden.

Artikel: Uli Krug, Schwarzwälder-Bote

 

 

Einzelhändler haben noch viel zu tun

Bad Dürrheim – Jonathan Berggötz hätte sich sicherlich ein größeres Forum für seinen Vortrag gewünscht. Der Student der Verwaltungshochschule in Kehl hat in den letzten Monaten die Bachelorarbeit „Für ein starkes Gewerbe – Standortprofil für Bad Dürrheim“ geschrieben.

Was Berggötz den Mitgliedern des Gewerbevereins Bad Dürrheim jetzt im Haus des Bürgers vortrug, hätte zweifelsohne mehr Aufmerksamkeit verdient. Bürgermeister Walter Klumpp und die Vorsitzende des Gewerbevereins, Tamara Pfaff, zeigten sich enttäuscht über das mangelnde Interesse der Gewerbetreibenden, von denen nur 30 zum Vortrag und der ebenfalls anberaumten Hauptversammlung erschienen waren.

Jonathan Berggötz, der in Bad Dürrheim aufgewachsen ist und jetzt in Kehl lebt, hat für seine Bachelorarbeit ein spannendes Thema gewählt. Und er konnte den Gewerbetreibenden durchaus darstellen, woran es in der Kurstadt mangelt, was man bereits gut macht und welche Ideen in der Zukunft noch umgesetzt werden können, um Handel, Handwerk und Gewerbe zu stärken.

In einer umfangreichen Befragung von Bürgern und Gewerbetreibenden hat Berggötz eine Reihe von Notwendigkeiten herausgearbeitet. Ganz oben auf der Wunsch- und Empfehlungsliste steht die Schaffung einer breiteren Basis durch mehr Zusammenhalt und gegenseitiges Interesse der Gewerbetreibenden untereinander. Man solle zuerst im eigenen Umfeld schauen, ob es nicht einen Handwerker, Dienstleister oder Gastronomiebetrieb gibt, der einen Auftrag übernehmen kann. Und, so hatte auch Bürgermeister Klumpp gefordert, es gebe in Bad Dürrheim eine leistungsfähige Gastronomie, da müsse man nicht nach Villingen fahren. Man müsse anfangen, mehr Kooperationen auch von Gewerbetreibenden untereinander zu entwickeln.

Noch etwas verdeutlicht die Arbeit von Berggötz: Auch der gemeinsame Auftritt nach außen als eine Stadt, eine Bürgerschaft und ein Gewerbestandort ist extrem wichtig. Die Stadt müsse dem Gewerbe die richtigen Rahmenbedingungen bieten und es müsse ein permanenter Gedankenaustausch zwischen der Verwaltung und dem Gewerbe stattfinden. „Das Gewerbe wird von den Bürgern der Stadt nicht richtig wahrgenommen“, kritisierte Berggötz eine teilweise fehlende Transparenz. Hier sei mehr Beteiligung der Gewerbetreibenden am Gemeinwesen gefragt. Das schaffe Zugehörigkeit und Zusammenhalt. Viele weitere Vorschläge zur Verbesserung des Verhältnisses zwischen Stadtverwaltung, Bürgern und Gewerbetreibenden stehen in der Bachelorarbeit von Berggötz, die Bürgermeister Klumpp gerne als Anregung und Arbeitspapier für die Zukunft verstanden wissen will. Auch in der Diskussion wurde die Überwindung der Abgrenzung untereinander und gemeinsames Handeln in der Zukunft gefordert.

Bericht und Bilder: Rüdiger Fein, Südkurier am 05.11.2010

 

Nur gemeinsam geht's voran

Das ist wirklich enttäuschend: Trotz rechtzeitiger Einladung und einem späten Beginn um 20 Uhr interessieren sich nur knapp 30 Gewerbetreibende für die spannenden Erkenntnisse, die der Student Jonathan Berggötz über den Einzelhandel der Kurstadt herausgefunden hat. Auch aus den Reihen der Bürgerschaft oder des Gemeinderats finden nicht allzu viele den Weg ins Haus des Bürgers, um dort über die Attraktivität des Standorts Bad Dürrheim zu diskutieren.Das zeigt ein Problem auf, das sicher nicht nur in der Kurstadt aktuell ist: Zusammenstehen und gemeinsam etwas bewegen scheint heute auf dem absteigenden Ast zu sein.

Auch aus den Reihen der Bürgerschaft oder des Gemeinderats finden nicht allzu viele den Weg ins Haus des Bürgers, um dort über die Attraktivität des Standorts Bad Dürrheim zu diskutieren.Das zeigt ein Problem auf, das sicher nicht nur in der Kurstadt aktuell ist: Zusammenstehen und gemeinsam etwas bewegen scheint heute auf dem absteigenden Ast zu sein.

Für die Verantwortlichen des Gewerbevereins ist das ein Schlag vor den Bug, haben sie doch mit der Neugründung auf neue Impulse und ein stärkeres „Wir-Gefühl“ in Bad Dürrheim gehofft. Dass das nicht existiert, macht die Arbeit von Berggötz deutlich. Wie soll Bad Dürrheim jemals eine attraktive Einkaufsstadt werden, wenn der Weg dorthin viele Händler offenbar nicht einmal interessiert? Um das Potenzial der Stadt zu nutzen, gilt es noch einige Hürden zu überwinden. Sich nur auf die Stadt oder „die vom Gewerbeverein“ zu verlassen, wird da nicht reichen.

Kommentar: Moritz Oehl, Südkurier

 

Stimmen zum Gewerbeverein

"Wir müssen einfach die vorhandenen Möglichkeiten vor Ort nutzen und die Einwohner der Stadt mehr beteiligen." (Malaika Di Pietro, Büroservice)

 

"Der Zusammenhalt fehlt, und es sind immer die Gleichen, die sich im Gewerbeverein engagieren." (Barbara Mayer, Marzipanladen)

 

"Wir müssen mehr aufeinander zugehen, alle mit einbeziehen und nicht immer nur ans Geschäft denken." (Roswitha Kneer, Eine-Welt-Laden)

 

"Der Gewerbeverein ist n den Köpfen der Gewerbetreibenden noch nicht angekommen. Wo ist denn die Ostbaar?" (Anita Schneckenburger, Schreinerei)

Mehr Sicherheit für Kinder

Eine Straßenlampe wurde jetzt am im evangelischen Kindergarten von Bad Dürrheim aufgestellt. Sie steht neu auf halber Strecke des fast 100 Meter langen Fußweges von der Willmannstraße zur Kindergartenpforte.

Bad Dürrheim. Gespendet wurde die modere Laterne vom Bad Dürrheimer Gewerbeverein, die den langen Lulatsch gleich auch mit einem Männerquartett selbst setzte. Kräftig in die Hände spucken dabei Karlheinz Mundinger, Jürgen Rebholz, Sebastian Mauch und Ansgar Tertinegg.

Bei den Arbeiten am regnerischen Samstag ging ein Spaten zu Bruch. Ansonsten in einer anderen Handwerkerbranche tätig, gab Rebholz zu, die Betriebsanleitung des Schaufelgeräts nicht richtig gelesen zu haben. Indes dürften vor lauter Freude über das Projekt eher ungeahnte Kräfte bei den Mannen freigeworden sein, was dann für das kleine Malheur gesorgt haben dürfte.

Kindergartenleiterin Petra Rauch freute sich über die Installation der Lampe, die den kleinen Kindergartenbesuchern jetzt gerade in der Herbst- und kommenden Winterzeit in den frühen Morgenstunden auf dem kleinen Weg ein Stück weit Sicherheit und Orientierung geben wird.

Pfarrer Bernhard Jaeckel sowie Bürgermeister Walter Klumpp waren bei den abschließenden Baumaßnahmen vor Ort und bedankten sich beim Gewerbeverein für die 1800 Euro teure Lampe aus dem Hause Hess in Villingen, die den neuesten Stand der Technik darstellt sowie die investierten rund 40 Arbeitsstunden für das Aufstellen.

 

Artikel vom: 18.10.2010, Neckarquelle

Interview des Schwarzwälder Boten über die Zukunft und Ziele des Gewerbeverein Bad Dürrheim.

Interview als PDF zum herunterladen

Südkurier, 09.06.2010
Ursula Kaletta

Tipps für das Gewerbe

Bad Dürrheim – „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Bürgermeister Walter Klumpp auf der Infoveranstaltung, zu der die örtlichen Gewerbetreibenden eingeladen waren. Mit ihnen zusammen soll das Ziel angestrebt werden, die Innendstadt zukunftsorientiert und attraktiv zu gestalten.

Dabei wird auf die Unterstützung von Gemeinderat und „Forum Innenstadt“ gehofft.

Nachdem es eine Verminderung bei den Übernachtungen gegeben habe, sei die Kaufkraft spürbar zurückgegangen, sagte Klumpp. Dies habe sich inzwischen wieder verbessert. Die Zahl der Übernachtungen steige an und zudem werde die Stadt nicht nur von Touristen, sondern auch von vielen regionalen Gästen gerne aufgesucht. „Viele Einrichtungen machen die Stadt beliebt, dazu zählen die Gesundheitsbereiche im Kurwesen, der Wohnmobilstellplatz, Spazierwege oder das Angebot von Sportmöglichkeiten“, sagte Klumpp. Es sei eine interessante Aufgabe, eine Stadt attraktiv zu machen und man könne voneinander lernen.

Nagold im Landkreis Calw hat das, was Bad Dürrheim anstrebt, größtenteils schon geschafft. Hagen Breitling, der städtische Wirtschaftsförderer, stellte das „Nagolder City-Commitment“ und den „City-Verein“ vor, durch den die Stadt erfolgreiche Veränderungen verbuchen kann. „In den 90er Jahren hat es viele Probleme gegeben. Aber jetzt befinden wir uns im Aufwärtstrend“, sagte er. Auch die Stadt müsse dazu Aufgaben erfüllen: Dazu gehörten die Neugestaltung des öffentlichen Raumes, Verkehrsberuhigung, innerstädtische Parkplätze mit möglichst kurzen Wegen in die Stadtmitte, die Umnutzung von Brachflächen, ein Beleuchtungskonzept, Wasser und grüne Bepflanzung sowie Spielmöglichkeiten für Kinder. Ganz wichtig sei ein freundliches und gepflegtes Erscheinungsbild und ein attraktiver Auftritt der Geschäfte und der Gastlokale. „Ich warne Bad Dürrheim davor, Dinge zu tun, ohne vorher abzuklären, was die Gruppen machen, die davon Nutzen ziehen sollen“, mahnte der Wirtschaftsförderer.

Wichtig sei vor allem ein partnerschaftliches Miteinander der Innenstadtakteure, die sich professionell organisieren lassen sollten. Sie bräuchten die Aufforderung, immer mit der Zeit zu gehen und müssten bereit sein, die Aktivitäten zu steigern. Der Grundgedanke müsse lauten: „ Die Stadt zu managen wie ein Einkaufszentrum.“ „Da kommt viel auf die Initiatorinnen des Forums Innenstadt zu“, lautete abschließend die Meinung der Zuhörer.

„Es wurde schon viel erreicht, aber es fehlt noch viel,“ bemerkte Andrea Kanold vom Forum „Innenstadt.“ Es soll nicht mit „Zuckerbrot und Peitsche“ an die Einzelhändler gegangen werden, doch wichtig seien Vertrauen und ein gegenseitiges Kennenlernen. Erfolg verspricht sich Kanold auch von der Zusammenarbeit mit dem Bürger-Forum. Eine neue Strukturierung sei notwendig, ebenso sinnvolle Aktionen. Doch alles gehe nicht zum Null-Tarif, es müsse tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Mit dem „Forum Innenstadt“ sei eine gute Basis geschaffen, ebenso mit dem Gewerbeverein. „Trittbrettfahrer“ könne man nicht gebrauchen, daher sollen in Zukunft nur die Mitglieder schriftlich von den Aktivitäten in der Innenstadt informiert werden, damit sie sich rechtzeitig darauf vorbereiten können.

Bild: Ursula Kaletta

Südkurier, 09.06.2010
Ursula Kaletta

„Es ist interessant zu hören, wie es anderswo läuft“

Dem Bad Dürrheimer Gewerbeverein mit der Vorsitzenden Tamara Pfaff gehören inzwischen rund 90 Mitglieder an, die aus sämtlichen Berufszweigen kommen. Der SÜDKURIER hat sich mit der Vorsitzenden Tamara Pfaff über die Probleme und Perspektiven der Innenstadt Bad Dürrheims unterhalten.

Frau Pfaff, was hat sich der Gewerbeverein zur Aufgabe gemacht?

Wir möchten die Innenstadt verschönern und beleben. Es ist wichtig, ein gutes Konzept zu haben um die Besucher anzulocken, damit sie gerne durch die Geschäftsstraßen flanieren.

Kommen denn zu wenige Besucher in die Stadt?

Die Einzelhändler finden, dass es zu wenig sind und streben an, mit geringem Aufwand mehr zu erreichen. Daher auch diese Veranstaltung. Es ist immer interessant, zu sehen und zu hören, wie es in anderen Städten läuft.

Welche größere Aktion plant der Gewerbeverein als nächstes?

Am 17. Juli gibt es eine Aktion zur Adlerplatz-Einweihung. Die Einzelhändler und die Gastronomen sind mit dabei und werden sich in der Friedrichsstraße bis zum Rathausplatz mit Attraktionen präsentieren – ein toller Schritt zur Belebung der Innenstadt.

Fragen: Ursula Kaletta

Die Neckarquelle, 17.05.2010

Bachelor-Arbeit über Stadtmarketing

Gemeinsam möchten die Mitglieder des Gewerbevereins Bad Dürrheim ihre Stadt weiter voran bringen. Mit dabei helfen soll unter anderem die Bachelor-Arbeit von Jonathan Berggötz.

Bad Dürrheim. Die Innenstadt zum Wohle aller Gewerbetreibenden attraktiver machen und beleben ist eines der obersten Ziele des Gewerbevereins Bad Dürrheim. Jonathan Berggötz wird über das Stadtmarketing in Bad Dürrheim von Mai bis September seine Bachelor-Arbeit schreiben.

Schon vor dem Beginn sicherte Klumpp dem Studenten der Universität in Kehl seine volle Unterstützung zu. Außerdem versprach er, dass die fertige Arbeit sicher nicht ohne Beachtung in einen Ordner geheftet wird, sondern auch stückweise umgesetzt wird und zur Anregung dienen soll. Als Junge aufgewachsen in Bad Dürrheim sei ihm seine Stadt, wie er betont, schon immer wichtig gewesen.

Umso mehr freut er sich, gerade in Bad Dürrheim im Rahmen seines Praktikums zum gehobenen Verwaltungsdienst die Bachelorarbeit über das Stadtmarketing erstellen zu können. Er bittet die Gewerbetreibenden um ihre tatkräftige Unterstützung. Er hat bereits einen Fragebogen erstellt, der in Kürze den Gewerbetreibenden zugehen wird.

Hierbei fordert er wichtige Informationen über die Firmen an. Genauso möchte er in seiner Zeit in Bad Dürrheim dann den persönlichen Kontakt mit den Firmen suchen.

Bild: privat